Bereits 750.000 Duale Zustellungen im Monat
2010-05-25 18:55
Sechs von neun Bundesländern, deren Bezirkshauptmannschaften und eine ganze Reihe von Gemeinden zählt Josef Schneider, Geschäftsführer der HPC Duale Zustellsysteme GmbH heute zu seinen Kunden. Gemeinsam mit privatwirtschaftlichen Versendern wie den Raiffeisen Landesbanken versenden diese heute rund eine dreiviertel Million Dokumente über die dualen Zustellsysteme der HPC Dual. Doch Scheider hat hochgesteckte Ziele: in absehbarer Zeit sollen es mehr als ein Drittel aller Briefe sein, die über die duale Zustellung abgewickelt werden.
So funktioniert die duale Zustellung
Die duale Zustellung ermöglicht das nachweisliche und sichere Übermitteln von elektronischen Schriftstücken an Empfänger, unabhängig davon, ob diese auf elektronischem Wege erreichbar sind oder nicht. Anstelle eines Briefes gibt der Absender ein elektronisches Dokument auf - genauer gesagt übergibt er es an en duales Zustellsystem. Dieses überprüft, ob der Empfänger elektronisch erreichbar ist.
Elektronische Zustellung spart Kosten bei Sender und Empfänger
Ist der Empfänger bei einem Zustelldienst registriert, kann das Dokument nachweislich auf elektronischem Wege zugestellt werden. Die dabei anlaufenden Kosten sind ein Bruchteil dessen, was ein RS/a oder Einschreib-Brief heute kostet.
Auch der Empfänger profitiert von der elektronischen Zustellung, erspart er sich doch den Weg zum Postamt, sollte er einmal nicht erreichbar sein. Und das Dokument liegt elektronisch vor und muss nicht mehr eingescannt werden, wenn es in einem Dokumentarchiv abgelegt werden soll.
Papierzustellung als Alternative immer möglich
Ist der Empfänger bei keinem Zustelldienst registriert, wird das Dokument ausgedruckt und auf herkömmlichen Wege versendet. Auch dabei kann der Sender Geld sparen, entfallen doch Kosten und Zeitaufwand für Ausdruck und Kuvertierung. Dies kann bei Vorschreibungen, die Gemeinden oder Unternehmen regelmäßig durchführen, ein nicht zu vernachlässigender Aufwand sein.
Verwaltungen im Vormarsch
Dass die öffentliche Verwaltung nach und nach auf die duale Zustellung umsteigt hat mehrere Gründe. Zum einen spart die elektronische Zustellung eins RS/a Briefes über 80% der Portokosten ein. Andererseits müssen ab Anfang 2011 alle Erledigungen von Behörden ohnehin elektronisch signiert werden - die beste Voraussetzung, diese Schriftstücke elektronisch auf die Reise zu schicken.
Weitere Informationen
- Wie ein österreichisches Unternehmen das Briefwesen revolutionieren möchte
- Franz Zauner von WZ Online im Interview mit Josef Scheider
