Lebenswelt 2.0: Kein Geschäft mit alter Technologie
2008-02-29 16:41
Lebenswelt 2.0: Die digitale Identität bestimmt den Alltag. Unter diesem Motto diskutierte am 28. Februar 2008 im Wiener Haus der Musik eine hochkarätige Expertenrunde zum Thema digitale Signatur. Im Mittelpunkt: E-Government und die elektronische Rechnung.
„Wir werden das Geschäft von morgen nicht mit der Technologie von gestern machen“, brachte es IT Solution-Geschäftsführer Harald Lakatha am Ende der eineinhalbstündigen Diskussion auf den Punkt. „Die digitale Signatur kann als Herzstück einen wesentlichen Beitrag zu einer effizienten Verwaltung und modernen Wirtschaft leisten“, sagt Lakatha. „Jedoch müssen auch Anbieter von Applikationen die Herausforderungen einer zeitgemäßen IKT-Architektur annehmen und die digitale Signatur integrieren.“
"Für Unternehmer wird die digitale Signatur zur Notwendigkeit, weil hier Zeit auch Geld ist und Ende 2009 die EU-Dienstleistungsrichtlinie in Kraft tritt“, sagt Christian Rupp, Sprecher der Plattform "Digitales Österreich". Ziel sei, die 100.000er-Grenze bei den Bürgerkarten bis Jahresende zu knacken. Helfen soll dabei auch Aufklärung: „Noch wissen wenige, dass die digitale Signatur auf der e-Card gratis ist“, so Rupp.
Ralph Zeller von Microsoft Österreich meint, dass der Aufwand im Zusammenhang mit der Aktivierung einer Bürgerkarte viele potentielle Nutzer noch abschrecke, Die Herausforderung der kommenden Jahre sei deshalb, den Nutzen sicherer digitaler Identitäten zu vermitteln und diese so benutzerfreundlich wie möglich zu gestalten. "Es wächst ohnehin eine Generation heran, die an verschiedene Identitäten gewohnt ist. Von denen kommt der Rückenwind“, sagt Zeller.
"Der Nutzer wird entscheiden", so Hartmut R. Gailer, Geschäftsführer von SER Solutions. „Ob beispielsweise der Einkauf im Online-Shop schnell und einfach oder doch ein bisschen aufwendiger und dadurch sicher durchgeführt werden soll, müssten die Bürger mit sich selbst ausmachen.“
Quelle: IT Solution
