eSignatures: Adobe testet online Signaturerstellung

2010-05-21 16:21

Seit einigen Tagen läuft der Beta-Test eines neuen Serivces von Adobe, mit dem PDF Dokumente online signiert werden können. Doch wie sieht es mit der Anwendbarkeit solcher Signaturen in Österreich aus?

Eine Mini-Workflow Anwendung

Die eSignature Lösung von Adobe wurde geschafen, um den einfachen Workflow eines Umlaufbeschlusses umzusetzen - analog zu unserer Sharepoint Lösung. Dabei wird ein Dokument zunächst auf den Adobe Server hochgeladen. Jede Person, die das Dokument signieren soll, erhält nun ein E-Mail mit einem Link für die persönliche Unterschrift. Klickt man auf den Link, öffnet sich eine Webseite mit dem Dokument. Durch einen weiteren Klick in der Webseite fügt man nun seine "Unterschrift" hinzu.

Keine persönlichen Zertifikate

Der wesentliche Unterschied zu den in Europa üblichen Signaturanwendungen besteht darin, dass der Benutzer kein persönliches Zertifikat ausgestellt bekommt. Dies hat sicher den Vorteil, dass keine Vorab-Registrierung der Unterzeichner erforderlich ist.

Wieweit eine solche Unterschrift den Anforderungen des österreichischen Signaturgesetzes genügt, bleibt jedoch offen. Definitiv stellt die Lösung keine qualifizierte Signatur dar, und vermutlich wird auch die fortgeschrittene Signatur nicht erreicht, da die Signaturerstellungsdaten (also der private Schlüssel des Unterzeichners) nur sehr "lose" an die Perso gebunden sind.

Fazit

Der Ansatz von Adobe, der auf den amerikanischen Markt zugeschnitten ist, bring eine interessante Anregung und neuen Schwung in den Signaturmarkt. Direkte Konkurrenz für europäische Trustcenter oder Lösungsanbieter ist weniger zu befürchten.

Weitere Informationen

Adobe Labs
Beta-Test des Online Signaturservices eSignatures von Adobe

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