DE-Mail: Sicherer elektronischer Zusellservice in Deutschland

2009-10-09 14:29

Friedrichhafen am Bodensee hat die sicherste Komminiaktionsinfrastruktur Deutschlands. Das ist zumindest die Zielsetzung des Probebetriebs für DE-Mail, dessen Start das deutsche Innenministerium und der Verband BITKOM bekannt gaben.

Bekannte Schwächen des klassischen E-Mail

Das beliebte Massenkommuniaktionsmittel E-Mail hat eine allseits bekannte Schwäche: Spam. Dass ein herkömmiches E-Mail in Punkto Datensicherheit weit hinter einer Postkarte liegt, ist aber den wenigsten bewußt. Daten werden unverschlüsselt über viele Server weitergeleitet, es besteht weder Sicherheit, dass das Dokument den Empfänger erreicht noch erhält der Absender eine rechtlich belastbare Zustellbestätigung.

Elektronische Zustellung

Anstrengungen, diese Schwächen zu beseitigen, hat es in der Vergangenheit in vielen Bereichen gegeben. In Österreich wurde das System der elektronsichen Zustellung entwickelt, welches zunächst den behördlichen RS/a und RS/b Brief umfasste und heute auch im privatwirtschaftlichen Bereich zur Verfügung steht.

Mit der Initiative DE-Mail geht nun auch in Deutschland ein übergreifendes Projekt in die Testphase, welches die Anforderungen Geheimhaltung, Nachvollziehbarkeit und Identifikation des Senders umsetzt.

So funktioniert DE-Mail

Wie auch bei der klassischen E-Mail nehmen DE-Mail Anbieter am System teil, welche in einem staatlichen Zertifizierungssystem ihre Vertrauenswürdigkeit und technische Zuverlässigkeit nachweisen müssen. Sender und Empfänger registrieren sich dann bei den Anbietern und identifizieren sich mit modernen und hinreichend starken Identifikationsmitteln wie beispielsweise einer Signaturkarte (analog zur österreichischen Bürgerkarte).

Da im System DE-Mail ausschließlich identifizierte Benutzer teilnehmen, sind Probleme wie Spam wesentlich unwahrscheinlicher - kann jeder Missbrauch doch eindeutig zu einem Urheber zurückverfolgt werden. Durch die Identifikation von Absender und Empfänger sind weiters Nachweise für Versand und Empfang leicht zu führen.

Interoperabilität

Offen ist noch die Frage der Interoperabilität mit anderen Systemen, beispielsweise der Austausch von Nachrichten zwischen der elektronischen Zustellung in Österreich und DE-Mail. Weiters bleibt zu hoffen, dass in Zukunft auch bequeme Integrationsszenarien in Standard-Mail-Infrastrukturen geschaffen werden. Denn wie bei den meisten Anwendungen gilt: Nur wenn es für den Benutzer einfach ist, stimmt auch die Akzeptanz

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